Stabil e.V. vermittelt und begleitet strukturell benachteiligte junge Menschen in die Film- und Medienbranche.
Wir identifizieren Talente, die aufgrund sozialer, ökonomischer oder gesellschaftlicher Barrieren erschwerten Zugang zur Branche haben, und unterstützen sie auf ihrem Weg in professionelle Produktionen.
Unser Ziel ist es, Chancengerechtigkeit in der Film- und Medienbranche zu stärken und kulturelle Teilhabe zu erweitern – damit Zugang nicht von sozialen Voraussetzungen, Zuschreibungen oder bestehenden Netzwerken abhängt.
Wir arbeiten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die strukturelle Benachteiligung erfahren.
Diese kann unterschiedliche Ursachen haben:
fehlende Netzwerke
finanzielle oder bildungsbezogene Hürden
Diskriminierungserfahrungen
rassistische Zuschreibungen
religiöse Sichtbarkeit
eingeschränkter Zugang zu kulturellen oder beruflichen Räumen
Entscheidend ist für uns nicht Herkunft als Zuschreibung, sondern der erschwerte Zugang zu Möglichkeiten.
Gleichzeitig arbeiten wir mit Produktionsfirmen, Castingbüros und Redaktionen zusammen, die vielfältige Lebensrealitäten selbstverständlich berücksichtigen möchten.
Die Filmbranche ist stark von Kontakten, Empfehlungen und gewachsenen Entscheidungsstrukturen geprägt. Wer diese Strukturen nicht kennt oder keinen Zugang zu ihnen hat, hat es deutlich schwerer – unabhängig vom Talent.
Hier setzen wir an:
wir identifizieren und fördern Potenziale
wir bereiten individuell auf Castings vor
wir coachen professionell und stärken Selbstsicherheit
wir begleiten sozialpädagogisch bei Bedarf
wir vermitteln in Film- und Fernsehproduktionen
wir bleiben auch über einzelne Projekte hinaus verlässliche Ansprechpartner*innen
wir nutzen unsere Netzwerke, um Zugänge zu öffnen
Gleichzeitig entwickeln wir auch unsere eigenen Organisationsstrukturen weiter. Verantwortung wird geteilt, Entscheidungsräume werden erweitert, und Selbstverwaltung sowie Selbstrepräsentation unserer Klient:innen sind fester Bestandteil unserer Arbeitsweise.
Wir verstehen Führung nicht als Besitz von Entscheidungsmacht, sondern als geteilte Verantwortung auf Zeit.
Unsere Arbeit verstehen wir als Brückenarbeit und als Beitrag dazu, bestehende Zugangsbarrieren in der Branche schrittweise zu verringern.
Wir arbeiten nicht stellvertretend, sondern gemeinsam mit unseren Klient:innen.
Sie sind eigenständige Akteur:innen mit eigenen Zielen, Stimmen und Kompetenzen.
Empowerment bedeutet für uns, Selbstwirksamkeit zu stärken, professionelle Sicherheit zu fördern, langfristige Perspektiven zu eröffnen und Sichtbarkeit als Normalität zu etablieren.
Wo Strukturen ausschließen, geht es um nachhaltige Veränderung von Zugängen.
Wir reflektieren unsere Rolle und unsere Verantwortung kontinuierlich.
Unsere Strukturen entwickeln sich weiter. Beteiligung ist kein Zusatz, sondern Bestandteil unserer Organisation. Unterschiedliche Perspektiven werden nicht nur angehört, sondern wirken in Entscheidungsprozessen mit.
Wir verstehen Entwicklung als fortlaufenden Prozess, transparent, dialogorientiert und mit dem Anspruch, Verantwortung weiterzuentwickeln und strukturell zu teilen.